Mobil bleiben - aber sicher

 Durch demografischen Wandel steigt die Anzahl älterer Verkehrsteilnehmer – besonders der PKW-Fahrer – absolut und prozentual deutlich an.

 
Ältere Menschen gehören als Fußgänger oder Radfahrer zu den schwächeren Verkehrsteilnehmern, die besonders gefährdet sind und die besonderen Schutzes bedürfen.
Größere Bedeutung gewinnt ebenfalls die Gruppe der PKW-Fahrer, auch wenn sie in der Unfallstatistik keine bedeutende Rolle spielen. Durch altersbedingt eingeschränkte Leistungsfähigkeit – besonders im höheren Alter - können sie sich jedoch selbst und andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Relativ sicher bewegen sich die Älteren als Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln, die allerdings nicht allzu häufig genutzt werden.

 

Der DVR und seine Mitglieder bieten allen älteren Verkehrsteilnehmern - egal wie sie sich im Straßenverkehr fortbewegen - Seminare mit dem Ziel an, möglichst lange und möglichst sicher mobil zu bleiben.

 

Dabei können die älteren Verkehrsteilnehmer getrennt voneinander als Autofahrer, als Fußgänger, als Radfahrer oder auch als Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel angesprochen werden. Aber auch übergeordnete oder interdisziplinäre Themen können in den Gruppen besprochen werden.

 

Die Seminare werden von speziell ausgebildeten Moderatoren durchgeführt. Die Teilnehmer setzen sich in den Gesprächsrunden aktiv mit ihren individuellen Problemen im Straßenverkehr auseinander. Bei jedem Treffen werden

  • Leistungsfähigkeit und Gesundheit sowie
  • das Miteinander /Konflikte zwischen den Verkehrsteilnehmern angesprochen.

 

Darüber hinaus können Punkte thematisiert werden wie

  • Sicht und Wetter
  • alte Gewohnheiten und neue Regeln
  • Transport von Gepäck in oder auf den verschiedenen Verkehrsmitteln
  • Technik und Ausstattung der verschiedenen Verkehrsmittel
  • Planen von Wegen und Verkehrsmittelwahl (auch unter Umweltaspekten).

 

Das Programm bietet durch sein flexibles Modulsystem die Möglichkeit Schwerpunkte zu setzen, die sich nach Verkehrsteilnameart, Konfliktsituationen, Wohnumfeld oder auch den sonst wie gearteten Interessen und Bedürfnissen der Teilnehmer entsprechen. Es ist möglich und in vielen Fällen sinnvoll die Themen auf mehrere Treffen zu verteilen.

 

Öffentliche Termine zum Bundesprogramm in Ihrer Nähe finden Sie hier.

 

 

Gesundheitschecks: Im Alter unfallfrei unterwegs

Mobilität im Alter: Fahrsicherheitstrainings, Sehtests & Co helfen
Mobilität im Alter: Fahrsicherheitstrainings, Sehtests & Co helfen

Hinter dem Steuer zu sitzen, ist für viele unverzichtbar. Wer so lange wie möglich unfallfrei mit dem Auto unterwegs sein will, sollte seine Fahrtüchtigkeit regelmäßig prüfen lassen.

Kein Verfallsdatum für Führerscheine

Fahre ich noch genauso sicher wie früher? Diese Frage stellt sich so mancher mit zunehmendem Alter. Generell gilt: Der Führerschein besitzt kein Verfallsdatum. Bis zu welchem Alter man ohne Leistungseinbußen Auto fahren kann, ist individuell sehr verschieden und hängt vom eigenen Gesundheitszustand ab. Statistisch betrachtet nimmt die Fahrtüchtigkeit ab dem 75. Lebensjahr deutlich ab, unter anderem weil Informationen nicht mehr so schnell aufgenommen werden, sich die Reaktionszeit verlängert oder weil die Beweglichkeit nachlässt.

Aber auch in jüngeren Jahren kann die Fahrsicherheit beeinträchtigt sein, zum Beispiel durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder die Einnahme von Medikamenten. „Klarheit können freiwillige Gesundheitschecks beim Hausarzt bringen", rät Ute Hammer, Geschäftsführerin des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR). „Scheuen Sie sich nicht, das Thema bei Ihrem nächsten Arztbesuch anzusprechen.“


 

Was Sehtest, Hörtest & Co. bringen
Mit einigen unkomplizierten Checks können Ärzte schnell überprüfen, wie fahrtüchtig ihr Patient ist. Viele Probleme, die die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen, lassen sich in den Griff bekommen, etwa der Graue Star oder ein erhöhter Blutzuckerspiegel. Im Zweifel überweist der Hausarzt an einen Spezialisten. Angst, den Führerschein bei einer Untersuchung zu verlieren, muss der Betroffene nicht haben. Der Arzt unterliegt der Schweigepflicht. Oberstes Ziel ist es, sicher unterwegs zu sein, im Interesse der anderen Verkehrsteilnehmer, aber auch im eigenen Interesse.

Lernen im Alter
Um so lange wie möglich fit hinter dem Steuer zu sitzen, kann jeder selbst etwas tun. Es gibt viele Wege, die Mobilität im Alter zu erhalten und sicher unterwegs zu sein. Fahrsicherheitstrainings, Feedbackfahrten beim Fahrlehrer oder Seminare wie „sicher mobil“ können dazu beitragen, die Fahrkompetenz zu verbessern. „Fragen Sie in den Geschäftsstellen der NRW-Verkehrswachten nach“, rät der Geschäftsführende Direktor der Landesverkehrswacht, Burkard Nipper. „Sie bieten spezielle Trainings für Senioren an, bei denen Praxistipps für mehr Sicherheit gegeben werden.“ Die für Sie zuständige Verkehrswachten finden sie hier. Mehr zum Thema finden Sie auch bei der „Aktion Schulterblick“ des DVR. Dort finden Sie zum Beispiel ein Experteninterview für ältere Verkehrsteilnehmer. Die „Aktion Schulterblick“ wird unterstützt vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Ein Informationsbroschüre mit Hinweisen für ältere Menschen und ihre Angehörigen zur Aufrechterhaltung einer sicheren Auto-Mobilität können Sie hier herunterladen:

Fit und Auto-mobil

Hier finden sie weitere Informationen zum Thema:

Sicher mobil 50+

Wackeldackel wirbt für sichere Mobilität im Alter

Jeder kennt ihn: den braunen Wackeldackel, der auf der Hutablage von so manchem Wagen sitzt und anderen Autofahrern freundlich zunickt. Im neuen Spot der "Aktion Schulterblick" des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) wirbt das Kult-Accessoire auf charmante Weise für sichere Mobilität im Alter.